10 Jahre Gemeindemuseum Burghaun (13.09.2025)
Ein Jahrzehnt Gemeindemuseum Burghaun – Grund zum Feiern
Am vergangenen Wochenende feierte der Geschichts- und Kulturverein Burghaun das 10-jährige Bestehen des Gemeindemuseums. Rund 80 Gäste kamen an beiden Tagen ins Museum, darunter Wegbereiter und Unterstützer sowie treue Besucherinnen und Besucher, die regelmäßig im Museum zu Gast sind. Auch etliche Neugierige aus dem Landkreis Fulda kamen nach Burghaun, um sich von den Vereinsmitgliedern durch die Ausstellungsräume führen zu lassen oder eigenständig auf Entdeckungstour zu gehen und anschließend im Museumshof gemeinsam zu feiern.
Vereinsvorsitzender Martin Mohr gab in seiner Festansprache einen Einblick in die Geschichte des Museums, die eng mit dem Geschichts- und Kulturverein verknüpft ist, da das Museum seit 2015 vollständig ehrenamtlich vom Verein betrieben wird. Die Mitglieder, die die Sonntagsöffnungen betreuen, die Pflege der Innenräume und Außenanlagen übernehmen und Sonderausstellungen und Veranstaltungen organisieren, tragen maßgeblich zum Erfolg des Museums bei. Einige Mitglieder, die sich von Anbeginn mit überaus großem Engagement einbringen, wurden im Rahmen der Feierstunde von Martin Mohr mit Blumen und einem Präsent bedacht.
Auch Bürgermeister Dieter Hornung bedankte sich beim Verein für das große ehrenamtliche Engagement und sicherte seine volle Unterstützung für die kommenden Jahre zu, auch wenn kulturelles Engagement und kommunaler Haushalt manchmal schwer zu vereinbaren seien. Die Marktgemeinde Burghaun, die Eigentümerin des Gebäudes ist, werde auch zukünftig ihren Beitrag zum Erfolg des Museums leisten und den Verein dabei unterstützen, die Geschichte des Ortes angemessen zu bewahren und zu vermitteln und als Ort des Austausches zu dienen.
Dass diese Unterstützung auf kommunaler Ebene nicht von Anfang an gegeben war, betonte Alexander Hohmann, der als damaliger Bürgermeister sowohl die Vereinsgründung zusammen mit Hans Mohr als auch die Eröffnung des Museums maßgeblich vorangetrieben hatte. Er erinnerte an Hans Joachim Ruppel, der mit seiner geschichtlichen Sammlung zuvor viele Jahre im Herrenhaus präsent war und damit bereits einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Burghauner Geschichte geleistet hatte. Außerdem betonte er die überaus wichtige Forschungsarbeit von Elisabeth Sternberg-Siebert zur jüdischen Geschichte in Burghaun, die für zukünftige Generationen angemessen präsentiert werden sollte. Mit der sensationellen Entdeckung des bronzezeitlichen Hügelgrabes durch Jürgen Schneider und den archäologischen Grabungen im Jahr 2012 war dann der Anlass gegeben, sowohl für die Sammlungen Ruppels und Sternberg-Sieberts, als auch für die bedeutenden Funde aus der Keltenzeit eine angemessene Präsentation in Form des Gemeindemuseums zu schaffen. Dass dies damals gegen alle Widerstände gelungen ist und dass das Museum jetzt bereits 10 Jahre besteht und mittlerweile fraktionsübergreifend unterstützt wird und von der Bevölkerung so gut angenommen werde, erfülle ihn mit Stolz und großer Freude.
Eine kleine Fotoausstellung zum Jubiläum zeigt die Highlights der vergangenen 10 Jahre, in denen der Verein viele Sonderausstellungen, Vorträge, Feste und Aktionen auf die Beine gestellt hat und jedes Jahr mehrere hundert Besucherinnen und Besucher begeistern konnte.
Urheberrecht:
Julia Hohmann / Julia Lambertz















